Handball in Roßdorf – Die Anfänge
13. Mai 2026
Handball in Roßdorf – Die Anfänge
Sommer 1926, elf Spieler, zehn Feldspieler, ein Torhüter laufen auf dem alten Sportplatz am Schwimmbad, heute Parkplatz des Schwimmbades, auf das Spielfeld. Mit Sondergenehmigung des Handballverbandes wird auf dem etwas zu kleinen Feld Handball gespielt. Feldhandball, der Vorgänger des heutigen Handballs in der Halle. Es ist das erste Punktspiel für die Roßdörfer Handballer.
Eine Person ist mit der Gründung und dem Handballsport in den 20er- und 30-Jahren des letzten Jahrhunderts eng verknüpft: Jakob Träxler. Als Spieler sorgte der sportbegeisterte Träxler mit seinen Kameraden für den Aufstieg des Teams von der C- über die B- in die A-Klasse des Handballkreises (1926 bis 1928).
1927 entwarfen die Handballer mit dem Pferd den Vorläufer des heutigen SKG-Wappens. Die Zeit zwischen 1927 und 1933 war geprägt durch die wirtschaftliche Situation im damaligen Deutschen Reich. Der Transport zu den Spielen stellte für die zwei Herren- und eine Jugendmannschaft ein Problem dar. Fahrten in die nähere Umgebung, z.B. nach Georgenhausen aber auch nach Urberach und Nieder-Klingen, waren problemlos mit dem Fahrrad zu bewältigen. Ging es weiter in die Ferne, wurde ab und an auf den LKW des Gemüsehändlers Ludwig Hein zurückgegriffen. Die als Sitzgelegenheit auf dem LKW genutzten Bretter waren bestimmt nicht bequem. Bei der Sportausrüstung mussten die Spieler zum Teil improvisieren. So spielten einige der Spieler bei der Begegnung in Eschollbrücken in ihren Sonntagsschuhen.
Ab 1933 wurde es aufgrund der politischen Veränderungen immer schwieriger, einen geregelten Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. 1939 mussten Spieler der noch jungen und hoffnungsvollen Mannschaft zur Wehrmacht einrücken. Nur wenige kehrten nach dem 2. Weltkrieg wieder zurück.
Handball in Roßdorf – Der Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg
Von: Harro Schattschneider


















